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Der Unterlagencheck…

…ist ein Projekt des Münchner Flüchtlingsrats e.V., Jugendinformationszentrum (JIZ) und Bellevue di Monaco. Der Großteil des Teams besteht aus ehrenamtliche Berater*innen, die sich mehrmals pro Woche mit Geflüchteten treffen, um sie auf die Wohnungssuche vorzubereiten und gemeinsam eine vollständige Bewerbungsmappe zu erstellen.

Die Wohnungssuche in München und Umgebung erweist sich besonders für Geflüchtete, als eine große Herausforderung. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund haben es schwer, überhaupt zu einer Besichtigung eingeladen zu werden – sei es wegen mangelnder Sprachkenntnisse, aufgrund von Vorurteilen oder einfach fehlender Kenntnis über den Wohnungsmarkt. Oft scheitern Geflüchtete schon an der Zusammenstellung der geforderten Dokumente, da Abläufe und Erfordernisse in anderen Ländern ganz anders als in Deutschland sind. Aus diesem Grund wurde im August 2017 der „Unterlagencheck“ vom Münchner Flüchtlingsrat und Jugendinformationszentrum (JIZ) ins Leben gerufen. Ziel des Unterlagenchecks ist es, Geflüchteten bei der Erstellung einer Bewerbungsmappe zu helfen um bessere Chancen auf dem Münchner Wohnungsmarkt zu haben. Dafür finden regelmäßig Beratungen im JIZ (Jugendinformationszentrum) und (seit Juni 2019 auch) im Bellevue di Monaco statt. An diesen Terminen helfen die ehrenamtlichen Berater*innen bei der Klärung der zahlreichen und vielfältigen Fragen wie z.B.:

  • Worauf muss ich bei der Wohnungssuche achten?
  • Was ist eine SCHUFA-Auskunft und woher bekomme diese?
  • Was steht in einer Selbstauskunft?
  • Wo kann ich nach Wohnungen suchen?
  • Wo darf ich wohnen?
  • Was ist ein KP-Schein?
  • Auf was legen Vermieter*innen für gewöhnlich besonderen Wert?
  • Und vieles mehr …

Ziel dabei ist es, Geflüchtete zu Ermächtigen selbständig eine Wohnung zu finden – im ersten Schritt durch die gemeinsame Erstellung einer Bewerbungsmappe und im zweiten Schritt durch die Unterstützung bei der Wohnungssuche selbst.

Zu Beginn des Projektes wurde schnell klar, dass jede Beratung höchst individuell sein muss. So gibt es Klient*innen, die noch nie an einem Computer gearbeitet haben und ggf. noch keine E-Mail-Adresse besitzen. Andere Ratsuchende bringen viel Vorwissen mit und benötigen in erster Linie Unterstützung bei der Kommunikation mit Behörden und Tipps zur Formulierung von Anschreiben.

Bei der Komplexität der Unterstützungsleistungen wurde schnell klar, dass es mehrere Beratungstermine pro Klient*in sinnvoll und nötig sind.

In der Zwischenzeit gibt es neben einer gut gefüllten Klient*innenkartei und diverse Guidelines, die die Arbeit erleichtern sowie eine interne Kommunikationsstruktur, einen gemeinsamen Termin-Kalender, Wissenssammlungen und diese Webseite, auf der ehren- und hauptamtliche Betreuer*innen aber auch die Geflüchteten selbst hilfreiche Informationen und Vorlagen nachschlagen können.

Das Projekt mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfer*innen entwickelt sich beständig weiter. Neue Berater*innen werden geschult, es gibt regelmäßige Feedback-Treffen und bei Bedarf auch Workshops durch Fachleute zu diversen Themen rund um die Wohnungssuche.

Ziel und Grundgedanke des „Unterlagenchecks“ ist und bleibt dabei immer: Geflüchtete dabei zu unterstützen ein angemessenes Zuhause zu finden – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion.

Weitere Informationen zu den drei Organisationen findest du unter: